Maikäfer

Maikäfer

Maikäfer auf der Fraueninsel

Es summte und brummte, die Bäume wurden kahl, die Menschen, die auf der Insel leben, fast hysterisch, die Besucher freuten sich. Täglich fast eimerweise wurden die Käfer von den Büschen und Bäumen abgesammelt, die Enten bekamen dicke Bäuche, hatten aber bald auch keinen Appetit mehr auf Maikäfer.

Allgemein wurden und werden immer noch Gedanken gesammelt, „wie werden wir die Maikäfer und noch viel schlimmer die Engerlinge wieder los?“ „Welche Mittel können eingesetzt werden?“ Der Markt der chemischen Keulen ist groß, aktuell und neu soll ein Pilz helfen, wenn er ausgebracht wird, die Maikäfer zu dezimieren.

Da ich den Dingen gerne auf den Grund gehe, stellt sich mir die Frage, warum wir hier auf der Fraueninsel soviele Maikäfer haben. Wie können wir damit umgehen und wieder ein Gleichgewicht erreichen, so dass sich das in der Natur selbst wieder reguliert?
Dazu habe ich natürlich auch im Internet recherchiert:

Kraftier Maikäfer:

„Fliegt oder krabbelt der Maikäfer auf ungewöhnliche Weise in Ihre Lebenkreise, dann fordert er Sie auf, sich mehr mit den kleinen Dingen des Lebens zu beschäftigen und auf die Details zu achten. Das was Sie suchen, ist nicht der Ferne zu finden, also lassen Sie Ihren Blick nicht all zu sehr in die Ferne schweifen. Das Gute liegt oftmals näher als man denkt und deshalb erinnert das Krafttier Maikäfer daran, bescheiden zu bleiben und sich an kleinen Dingen zu erfreuen. Das Krafttier Maikäfer kommt aber nun auch zu Ihnen, damit Sie wieder auf den Boden zurückommen und sich erden. Möglicherweise waren Sie in letzter Zeit mit Ihren Gedanken überall – nur nicht bei sich selbst. Zentrieren Sie sich, damit Sie wieder zu sich selbst finden – und fliegen Sie vor allem nicht immer von einem Ereignis zum Nächsten, sonst verpassen Sie Ihr Leben. Das Erscheinen des Maikäfer als Krafttier macht jedoch auch auf angestaute Gefühle aufmerksam, die auszubrechen drohen. Gefühle wie Angst, Wut oder Traurigkeit wollen sich ausdrücken und wurden zu lagen unterdrückt. Sorgen Sie also dafür, dass Sie ein geeignetes Ventil finden und Ihre Gefühlsausbrüche nicht an Andere auslassen. Singen oder Tanzen Sie sich von den Gefühlen frei, die losgelassen werden wollen und fühlen Sie, wie die schweren Steine von Ihrem Herzen fallen und Sie immer leichter und leichter werden. Das Krafttier Maikäfer hilft Ihnen sich von Ballast zu befreien und schenkt Ihnen neue Leichtigkeit, damit Sie mit ihm gemeinsam durch die Lüfte fliegen und die Natur und Ihr Leben wieder in vollem Umfang genießen können.“ (www.schamanische-krafttiere.de)

Jeder mag davon halten, was er/sie möchte, meine Recherchen gingen weiter:

„Maikäfer sind keine großen Gartenschädlinge. Sie fressen am Laub von Bäumen und Büschen. Die fehlenden Blätter werden aber von den Bäumen im Juni wieder ersetzt (Johannistrieb). Nur wenn die Käfer in Massen auftreten, was aber nur alle vier Jahre vorkommt, kann es zum Kahlfraß ganzer Waldabschnitte und Obstplantagen kommen. Alle 40 Jahre kommt es zu einer riesigen Plage, da treten die Maikäfer in Massen auf und richten verheerende Schäden an.

Der Fraß der Engerlinge ruft weit mehr Schäden hervor. Zwar fressen sie zuerst abgestorbene Pflanzenteile und Haarwurzeln. Durch Wurzelfraß können sie aber ganze Bäume so weit schädigen, dass ein Windstoß sie zu Fall bringt. Am meisten gefährdet sind junge Bäume, vor allem Laubbäume. Der Befall macht sich durch geringen Wuchs bemerkbar. Danach sterben langsam die Wipfel ab.

Feinde der Maikäfer und Maßnahmen

Eulen, Fledermäuse, Greifvögel, Krähen und Spatzen sind natürliche Feinde der Käfer. Der Engerling hat noch weit mehr Feinde, Amsel, Grünspecht, Igel, Laufkäfer, Maulwurf, Möwen, parasitäre Nematoden, Raupenfliege, Spitzmaus und Star gehören dazu. Aber auch im Boden befindliche Bakterien, Nematoden. Pilze und Viren gefährden sie.

Die Schädlinge mögen keinen Knoblauchgeruch und auch keine häufige Bodenbearbeitung. Wenn man den Boden gut durchlüftet, werden Eier und Junglarven abgetötet. Käfer kann man vom Baum schütteln und einsammeln. Beete werden in der Flugzeit der Käfer mit Flies oder Gemüsefliegennetzen abgedeckt. Engerlinge lieben Löwenzahnwurzeln. Wenn sie genug davon finden, lassen sie alles andere in Ruhe.
Gut fangen lassen sich Engerlinge in einer Pferdemistfalle. Man mischt dazu einen Eimer Pferdemist mit Kompost und vergräbt ihn etwa 50 cm tief im Boden. Am besten nimmt man mehrere Eimer. Im Frühjahr kann man die Eimer dann wieder ausgraben und die dort versammelten Engerlinge töten. Erwartet man die alle vier Jahre auftretende Invasion der Käfer, sollte man seinen Rasen erst dann mähen, wenn die Maikäfer ihre Eier abgelegt haben. Die Eier vertrocknen in den Gräsern.
In nächster Zeit kann möglicherweise ein Pilz die Bestände an Maikäfern kontrollieren. Im Moment laufen Tests dazu. In der Rhein-Main-Ebene vermehren sich Maikäfer massenhaft. Besonders betroffen sind dort Laubbäume. Viele Hektar Forstwälder zeigen starke Schäden. Der Zugriff auf die Engerlinge ist schwierig, da sie sich über drei Jahre unter der Erde aufhalten. Nun versucht man die Waldmaikäfer in Fallen zu locken und sie dort mit den Pilzen zu infizieren. Bei der Paarung wird der Pilz an den Partner und somit indirekt auch an die Larven weitergegeben. Das nächste Frühjahr wird zeigen, wie sich die Pilzsporen verbreitet haben
Früher löste man das Maikäferproblem anders. Besonders in den Jahren, in denen es nicht ausreichend Nahrung für alle gab, wurden die Käfer gegessen. In Konditoreien waren die Käfer sogar verzuckert zu haben. Kandierte Maikäfer als Nachtisch galten als Delikatesse. „Zitat aus www.hausgarten.net“

Zusammenfassung:

Wie immer führen mehrere Faktoren zum „Problem“: wir mähen auf der Insel den Rasen viel zu früh, der Löwenzahn und sonstige „Unkräuter“ werden daraus entfernt,  keine Düngung mit Pferdemist, der Boden ist zu dicht und essen tun wir die Maikäfer auch nicht mehr.
Bleibt abzuwarten, wie es weitergeht, mir persönlich liegen die Brummer sehr am Herzen, deshalb werde ich versuchen die Empfehlungen umzusetzen und die natürlichen „Feinde“ zu unterstützen.

 

Von |2018-06-12T16:30:13+00:0012. Juni 2018|Kategorien: Allgemein|

Über den Autor:

Ein Kommentar

  1. Monika Wiesinger 21. Juni 2018 um 6:32 Uhr - Antworten

    Wunderbare Recherche über die Maikäfer. Wusste nicht das Engerlinge zu Maikäfern werden. Auch, dass Rasenhöhe bzw. -schnitt Einfluss hat und so unterstütze auch ich gerne die Maikäfervertilger, die Igel. Vielen Dank.
    Monika

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